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Editorial Februar 2016

Liebes Publikum,

"Es gibt nichts Gutes, das nicht irgendjemand ein bisschen schlechter und ein bisschen billiger machen könnte",seufzte schon im vergangenen Jahrhundert der englische Schriftsteller John Ruskin.

Heute, spätestens, ist der Feind des Guten endgültig nicht mehr das Bessere, sondern das Schlechte, Billige, Banale. Zumindest für den Bereich der Unterhaltung gilt: Es gibt kaum ein Qualitätsprodukt, das nicht durch jämmerlich schlechte, aber viel billigere Konkurrenten und Nachahmungen gefährdet wäre.

Die kurze Lebenszeit, das beschleunigte Kommen und Gehen von Musik, mit der wir täglich umgehen, ihre Verwandlung von Gebrauchs- in Verbrauchsgüter kann man ja unter verschiedenen Gesichtspunkten schlimm finden.

Nicht zuletzt verhindert sie, dass wir zu ihr noch eine freundschaftliche Beziehung entwickeln, ihr einen gewissen Respekt zollen können, den sie als gelungenes Ergebnis gut getaner Arbeit ja durchaus verdiente.

Wir haben uns vorgenommen, Musiken zusammenzutragen, die in einem umfassenden Sinne gut sind, nämlich nach hergebrachten Standards arbeitsaufwendig gefertigt und daher solide und funktionstüchtig, aus ihrer Funktion heraus materialgerecht gestaltet und daher schön, aus klassischen Materialien (Gitarre, Bass, Schlagzeug, Elektronik u.a.) hergestellt, langlebig und reparierbar und umweltverträglich.

Das Ergebnis unserer Mühen legen wir Ihnen hier vor. Etwa 21 in diesem weiten Sinne gute Konzerte sind hier, in diesem Monat, versammelt, vielfach Klassiker, langlebig nicht nur aufgrund von Technik und Material, sondern auch, weil sie über allen Moden und Trends stehen. Von den diese begleitenden Tanzveranstaltungen ganz zu schweigen. Wir hoffen, dass Sie ihnen gefallen. Und es wäre schön, wenn Sie unsere Absichten unterstützen würden sei es durch einen Besuch, sei es, indem Sie uns weiter empfehlen, sei es durch Anregung und Kritik.

In diesem Sinne, nur das Beste – bleiben Sie uns gewogen.

Stets zu Scherzen aufgelegt:

Ihr Schlachthofteam

p.s.: Revolutionärster Moment im Showgeschäft 2015: Rea Garvey singt in der allweihnachtlichen großen Helene Fischer Gala Leonard Cohens „Halleluja“, blinzelt sie ironisch an: „But you don’t really care for music, do you..?“ Mist. Wieder nur eingebildet.

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