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Editorial Februar 2018

Willkommen im Februar, dem kürzesten, aber bei uns im Haus – einer gut gestopften Pfeife gleich – schon wieder randvollen Monat. Randvoll womit? Mit Musik natürlich! Gehörte die Regentschaft von HipHop in den letzten Jahren global gesehen noch zu den gefühlten Wahrheiten, ist es heuer offiziell: 2017 hörten, streamten, kauften die Leute da draußen zum erste Mal mehr HipHop als Rock. Was nicht nur Bono Vox erneut zu einigen nicht weiter erwähnenswerten Sentenzen verleitete, sondern sich, wenn man so will, gleich eins zu eins in unserem Programm spiegelt. Selten war anteilig so viel HipHop wie diesen Februar. Der Reigen beginnt am 03.02. mit Hollywood Undead, Spielkinder und Literaten des Rapcore zugleich, tags drauf tagt der superentspannte Dexter mit seinem Homie Waldoe als Support, kaum zwei Wochen später, am 15.02., gibt sich GReeeN die Ehre, der als Support der Einfachheit halber gleich sein Alter Ego Grinch Hill mitgebracht hat, was wir an dieser Stelle als Win-win-win-Situation beklatschen möchten, nur einen Tag später erleben wir Bausa, der mit seinem Debütalbum „Dreifarbenhaus“ im letzte Jahr wie kein zweiter Newcomer die Charts eroberte, wiederum nur einen Tag später sehen wir K.Flay, die für eine Saison nicht nur unseren – sondern auch Taylor Swifts – erklärten Lieblingssong aufgenommen hat.

Freundinnen und Freunde von Gitarren dürfen sich dennoch bei uns willkommen fühlen, erstens, weil auch oben stehende Künstler*innen zu dem ein oder anderen Saiteninstrument greifen, zwotens, weil wir zwischen Iron & Wine und Kakkmaddafakka, mit At The Drive In und Arch Enemy, Feine Sahne Fischfilet und D/Troit diesen Monat einige weitere tolle Acts in unseren Hallen begrüßen dürfen. Und noch viele mehr!

Doch zurück zum HipHop. Schließen möchten wir an dieser Stelle mit einem kleinen Tipp für 20 sehr gute (US-)Rap-Alben des letzten Jahres, die wir euch gleich zum Kauf anempfehlen wollen. Am besten natürlich auf Vinyl. Drake - More Life, Future – HNRDXX, Ghost Poet - Dark Days + Canapés, Jay-Z -  4:44, Jonwayne - Rap Album Two, Kendrick Lamar - DAMN., Lil B - Black Ken, Migos – Culture, MIKE - May God Bless Your Hustle, Open Mike Eagle - Brick Body Kids Still Daydream, Playboi Carti - Playboi Carti, Raekwon - The Wild, Rapsody - Laila's Wisdom, Run The Jewels - Run The Jewels 3, Shabbaz Palaces - Quazarz vs. The Jealous Machine, Stormzy - Gang Signs & Prayer, Tyler, the Creator - Flower Boy, Vince Staples - Big Fish Theory, Wiki - No Mountains in Manhattan, Wiley – Godfather.

Cloud Rap wiederum scheint in der Krise, nein, hat ein Drogenproblem. Von einigen Ausnahmen (hierzulande etwa LGoony) abgesehen, bietet Cloudrap heuer vor allem Stumpfo-Content, der beim ohnehin kardinalsblöden Kokettieren mit Codein oder Xanax nicht mehr stehen bleibt, sondern mit Lil Peep im November auch sein erstes prominentes Opfer gefunden hat. Rest in peace.

Damit aber genug der Ansprache, wir sind hier ja schließlich nicht beim Jugendamt (Props an selbiges natürlich!).

Peace out und wir sehen uns!

Das Schlachthof Team

 

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