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Editorial Juli / August 2014

Liebe Freaks,

die Festivalsaison ist in vollem Gange und nicht nur die Zelte kommen und gehen, nein, wie jedes Jahr ist ordentlich Bewegung in der Szenerie. Selbst altgediente Giganten wie Rock Am Ring bleiben von fundamentalen Umwälzungen nicht verschont. Unser Folklore ist da also keine Ausnahme und braucht sieben Jahre nach dem Umzug vom Schlosspark Freudenberg in den Kulturpark am Schlachthof die nächste Neuaufstellung. In den letzten sieben Jahren wurde nicht nur alles teurer, sondern auch die Auflagen deutlich strenger und unser wie euer Anspruch an ein Festival größer.

Auch wir Liebhaber des „Nur so teuer wie nötig und nie so teuer wie möglich“ mussten nach Folklore 013 erkennen: Wir müssen am Konzept oder an den Preisen drehen, damit Folklore eine Zukunft hat. Schnell war uns aber klar: Das Konzept ist weiterhin gut! Folklore zwischen Fest und Festival, stets für junge Menschen und solche, die sich jung gehalten haben - geile Bands im Fokus, aber eben auch noch viel mehr als nur Musik. So soll es bleiben.

Dazu braucht es allerdings mehr Einnahmen, respektive eine deutlich solidere Finanzierung. Die Aufstellung der letzten Jahre birgt zu viel Risiko für uns als Veranstalter, um so weitermachen zu können. Außer einer Erhöhung der Eintrittspreise gibt es keine hinreichenden Stellschrauben.

Folklore wird 2015 also teurer werden, aber immer noch günstig bleiben. Schauen wir uns die Entwicklung anderer Festival-Preise an, hat Folklore offensichtlich Nachholbedarf: Rock Am Ring hat 2007 125,00€ gekostet, in 2014 bereits 213,50€. Von der sprichwörtlichen Entwicklung der Preise für Eiskugeln wollen wir gar nicht erst sprechen. Das Tagesticket Folklore hingegen kostete 2007 glatte 10,00€. Genauso viel wie in 2013.
Und warum legen wir nicht schon 2014 los? Weil wir einen sanften Übergang wollen - 2014 ist Folklore Open Air eintrittsfrei bei zwei Tagen Festivaldauer und kleiner gestricktem Programm. Man könnte durchaus sagen: Auch ein Geschenk an euch, ein sagenhaft grandioses Publikum - ohne euch wäre hier wirklich nix los.

Ein paar Indoor Programmpunkte kosten bei uns und unseren Nachbarn von der Kreativfabrik einen kleinen Eintritt.

Letztlich bleibt bestehen, was wir jedes Jahr erfahren, seit das Festival von der Stadt Wiesbaden an uns als privaten Veranstalter übergeben wurde: Kein Jahr ist wie das andere, Folklore ist immer anders. Für uns Fluch & Segen zugleich. Aber wollten wir einen öden Job, wir wären nicht da wo wir sind.

In diesem Sinne: bis zum 29. + 30. August!

Eure Folklore Fraggles

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