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Editorial September 2016

Liebe Freundinnen, liebe Freunde,

bloß, weil es September wird, heißt es noch lange nicht, dass wir uns vom schönen Wetter verabschieden müssen. Mal ganz abgesehen davon, dass uns der August in dieser Hinsicht halbwegs im Stich gelassen hat. Um von der politischen Großwetterlage – wie ausgerechnet immer – gar nicht erst zu reden. Widmen wir uns an dieser Stelle lieber ganz und gar der Ausdeutung des anstehenden Monatsprogramms in unseren Gemäuern. Kann man da schon eigentlich schon von Kuratieren sprechen? Spricht ja eh jeder davon. Aram kuratiert den Soundtrack seines Roadtrips nach Kanada. Martin und Christian kuratieren das Popkulturfestival. Der Koch den Mittagstisch der kommenden Woche. Der Kurarzt die anstehenden Fangopackungen. Der Kurschatten wiederum… ach lassen wir das.

Unser Monat September jedenfalls macht auf mit einer ganzen Reihe Highlights. Mit Sunn O))) zum Beispiel, deren auf den ersten Blick brutal-nihilistischer Drone beim genauen Zuhören einer trancehaften Kontemplation weicht. Aber auch der Touareg’n’Roll von Kel Assouf, die im Rahmen unserer Boundless-Reihe diesmal beim Internationalen Sommerfest auf dem Schlossplatz auftreten, Dilly Dally aus Toronto (T-Shirt leicht zu verwechseln mit Billy Talent, die Musik zum Glück nicht), Levitation Room, Yawning Man, Wintersleep, der Comedy-G-Rap von Ssio, und viele weitere gehören dazu. Nicht zuletzt gehört an dieser Stelle Frau Doktor genannt, die sich zu einer weiteren Runde Reunion-Shows zusammengefunden haben, und damit mindestens heißester Anwärter auf den Wiesbadener Rolling Stones Abschiedstourneepokal am Band sind – wir sind sicher, dass sie ihre Playlist aufs genauste kuratiert haben!

Halleluja, macht das Spaß! Wir machen direkt weiter mit einem Ausblick auf Oktober. Highlights hier sind mal mindestens Slime (die aus Hamburg, nicht die aus London), die zum allersten Mal in den Schlachthof kommen, um nicht nur ihr aktuelles Werk „Sich fügen heißt lügen“ vorzustellen, auf dem sie Gedichte Erich Mühsams vertonen (und dessen Aktualität eindrucksvoll unter Beweis stellen), sondern auch ein Potpourri ihrer größten SMASH-Hits aus allen Jahrzehnten. Toll auch: Deap Vally, die sich bei einem Strickkurs in LA kennengelernt haben, bevor sie beschlossen, zusammen eine Band zu gründen. Nicht weniger ans Herz gelegt seien euch Sea + Air, eh nicht zum ersten Mal bei uns zu Gast und in Zeiten des scheinbaren Auseinanderfallens der europäischen Union nicht nur musikalisch wichtiger denn je. Love is in the air! Und natürlich Okta Logue, die en passent beweisen, dass man nicht aus dem Südwesten der Vereinigten Staaten kommen muss, um den besten Psych-Pop der Saison zu machen. Sensationell auch: Blues Pills gehen gemeinsam mit Kadavar auf Tournee, Trümmer mit Nicolas Sturm, beide Kombis gastieren natürlich auch bei uns im Haus. Nicht weniger empfohlen seien Nothing aus Philadelphia, die wie keine zweiten Dinosaur Jr. mit der ersten Welle britischen Shoegazes verweben, aber auch der Pianist Martin Kohlstedt, der im Rahmen unserer Reihe Sounds & Sights im Museum Wiesbaden gastiert. Ältere Semester erfreuen sich an Fu Manchu, Dead Kennedys (ohne Jello) und New Model Army (mit Justin), die ebenfalls allesamt bei uns im Oktober auftreten. Und an Funny Van Dannen und den Kaiser Chiefs natürlich.

Kuratiert auch euer Leben: Das Schlachthof Team

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