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Editorial Oktober 2018

Hallo zusammen und willkommen im Oktober!

Wie beginnen wir? Mit einem Lied von U2, einem Gedicht von Majakowski, einem ironischen Nicken Richtung Münchner Oktoberfest, dem vielleicht zweitgrößten Saustall der jüngsten Geschichte? Reden wir über Chemnitz? Oder über eine Politik, die sich mit dem Elan eines Tropfens Honig bei Temperaturen um den Gefrierpunkt zu dem ein oder anderen formalhaften Bekenntnis gegen Rechts durchringt? Oder anderen Lippenbekenntnissen, etwa jenem, dass Fluchtursachen zu beseitigen seien, de facto aber vorrangig der Umbau Europas zur Festung weiter vorangetrieben wird, die kläglichen Reste eines menschenwürdigen Asylrechts weiterhin abgebaut werden? Es bleibt, wie ausgerechnet immer, bei dem Befund, dass wer vom Kapitalismus nicht sprechen kann, von der Barbarei, die sich allerorten vollzieht, schweigen muss. Oder zum Sonntagsredner wird.

Bleiben wir ganz bei uns selbst und empfehlen an dieser Stelle lieber ein paar Veranstaltungen, die wir für exclusiv für euch im Oktober zusammengestellt haben. Schön etwa, und daran haben wir eigentlich gar keinen Anteil, die Band Frau Doktor dafür umso mehr, schön, dass sich eben diese Band nach jahrelangem Hiatus erneut zusammengerauft hat und am 02. und 03.10. gleich zwei Konzerte hintereinander weg bei uns spielt – eine bessere Art, den vielleicht blödesten Feiertag des Jahres zu begehen als bei ihren Shows, gibt es kaum. Schade natürlich, dass beide Konzerte bereits ausverkauft sind – Frau Doktor aber, und das ist wiederum eine Spitzenmeldung, gehen darüber hinaus einmal mehr auf große Deutschland-Tournee. Könnt ihr ja selber mal weiter recherchieren. Auch empfehlenswert: Dave Hause, der sich gemeinsam mit seinem Bruder Tim am 10.10. in der Ringkirche die Ehre gibt, wiewohl auch dessen Show bereits sold out ist – was nichts macht, denn zeitgleich könntet ihr die hervorragenden Post/Classical/Doom-Heroen Mono aus Japan im Kesselhaus bestaunen. Musik, die klingt, als würde man dem Bau von Wolkenkratzern zusehen. Und dann einfach tags drauf zu Dave Hauses Zusatzshow gehen, sie ist noch nicht ausverkauft – just sayin‘!

Wir müssen uns ein bisschen sputen, schon wieder fast vollgeschrieben, diese kleine Seite. Auch toll: Die Wiederauferstehung der San Diego-Emo-Legenden Hot Snakes, das neue große Ding am Austro-Pop(sic!)-Himmel, Flut, der Schlachthof-Film des Monats, Slave To The Grind - A Film About Grindcore, ein, äh, Film über Grindcore, LaBrassBanda, mit ihrer Alpen-Mariachi , die Rückkehr von Fliehende Stürme, der 11. Geburtstag der Reihe Augen Zu Und Durch von und mit Daniel Soave, die wirklichen hervorragen Yemen Blues, die große AStA Grand Semester Opening Party, das Anti-Fest (schon namentlich genau unser Ding), Häxxan, die Tel Aviver Black Lips, die Wiederkunft unseres alten Kumpels Aydo Abay (alias Abay), den ihr noch aus Koblenzer Tagen und von seiner Band Blackmail kennt, und der sich heuer unter der Punchline Abay vs. Razz in den Ring stellt (vgl. Beatles vs. Stones, Oasis vs. Blur), Bukahara, die Global Sound-Euphoriker, der britische Singer/Songwriter Dermot Kennedy und und und. Davon erzählen die folgenden Seiten. Bitte gehen Sie weiter.

Herzlichst:

Das Schlachthof Team

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